Chapter Text
Die Magellan flog mit 5 g Beschleunigung durch das Sonnensystem. Von der Luna Gatewaystation waren es zum Mars nur etwas weniger als ein Tag.
Im Cockpit sass Izuku Midoriya auf der Liege des Piloten und grinste bis über beide Ohren. Das Gefühl selbst ein eigenes Raumschiff zu fliegen und sei es auch ein alter Klasse 2 Frachter, war unbeschreiblich gut.
Die 5 g die ihn auf die Liege mit ihrem weichen Polster aus Gel drückte, spürte er nicht, warum auch ein Spacer war für hohe g Kräfte Geboren.
Izuku sah auf die Anzeigen auf den Monitore, die ihm alles über sein Schiff verraten, was er wissen musste.
»Reaktortemperatur nominal, magnetfelder stabil, nur geringe Turbulenzen im Plasma, ausströmgeschwindigkeit des Triebwerk konstant bei 0,09 c, verbrauch der Reaktionsmasse 5 Prozent über der normalen Menge, im Auge behalten, füllstand der Tanks, Deuterium bei 96 Prozent, Helium³ bei 96 Prozent, nominalbereich. Vielleicht spinnt der Sensor der Injektoren.« Izuku war zufrieden mit seinem Schiff, nur die Reaktionsmasse Injektoren machten ihm Sorgen, 5 Prozent mehr als die 5 kilogramm Helium³ und Deuterium, die im eins zu eins Verhältnis eingespritzt wurden, waren auf Dauer nicht gut, er hatte nur begrenzt Reaktionsmasse für das Triebwerk und Tanken konnte er entweder bei der Luna Gatewaystation oder der Phobos Station, eine Tankstelle im All für Raumschiffe gab es nicht.
»Überprüfe die Sensoren der Injektoren für die Reaktionsmasse und erstatte mir bericht.« Rief Izuku scheinbar zu niemandem.
Einige Minuten später plopte ein Fenster auf einem Bildschirm auf und Izuku las den Bericht der einfachen KI des Schiffes. Es war bloss ein Fehler in der Software der Sensoren und wurde auch sofort behoben. Jetzt lag der Verbrauch der Reaktionsmasse wieder im von ihm errechneten Bereich von rund 5000 gramm pro sekunde.
Nach 10 Stunden Beschleunigung bei 5 g, nur unterbrochen von einer kurzen Toilettenpause, einer Flasche Wasser und einem Konzentratriegel, hatte er seine er seine Transitgeschwindigkeit von 1800 Kilometer pro Sekunde erreicht, was 0,6 Prozent der lichtgeschwindigkeit entspricht und 32,4 Millionen Kilometer zurück gelegt. Jetzt das Raumschiff um 180 Grad wenden und 2 Stunden warten und danach das gleiche Prozedere wiederholen, nur um diesmal zu bremsen und nach 10 stunden im Raum zwischen den Planeten beim Mars anzukommen.
Ohne die Biologie als Spacer könnte er niemals 10 stunden lang sein fünfaches Gewicht ertragen. Blutgerinnsel wären unter anderem ohne Medikamente die Folge.
»Ein Hoch auf die Genetik.« Sagte Izuku zu sich selbst, als er bei Schwerelosigkeit aus dem Cockpit an der Leiter auf das Kommandodeck kletterte.
Izuku war Stolz auf sich selbst. Er erinnerte sich an den Anfang des Tages und ließ sich von den Erinnerungen treiben.
—
Luna Gatewaystation, 14. April 2177, 06:16 utc.
Izuku konnte sich nur mit Mühe vom Bullauge des Hoppers Lösen, als die Pilotin das Andocken an der Luna Gatewaystation, der größten Raumstation der Menschheit und Zentrum der Spacer ankündigte. Hier konnte ein zertifizierter Spacer einen Auftrag annehmen. Die meisten Aufträge kommen von den Konzerne, auch von Unternehmen und hier und da von Privatpersonen. Je nach Auftrag konnte man viel Geld verdienen. Oftmals geht es um den Transport von Gütern, aber auch den Transport von Erze aus den Mienen der Asteroiden vom Asteroidengürtel zum Mond, von wo es zum Großteil an die Erde ging und nur ein kleiner Teil auf dem Mond verarbeitet und genutzt wird.
Izuku schnallte sich fest an seinen Sitz. Ein kurzer ruck und der Hopper war angedockt. Auch spürte Izuku die Künstliche schwerkraft der Station. Das angenehme eine g war wie auf der Erde.
Die Station war Riesig, 20 Kilometer durchmisst der Ring der Luna Gatewaystation, dazu war er 1500 meter Breit und einen ganzen Kilometer Hoch. Izuku sah sich um und suchte nach den Schildern zum Anmeldeterminal. Jeder Spacer musste einmal dort hin gehen und sich im System registrieren, ohne Registrierung war es Illegal ein Raumschiff zu betreiben.
Izuku suchte nach dem Schild, das zeigte wo Terminal A-13 war.
»Hey Kleiner, neu hier.« Fragte eine weibliche Stimme hinter ihm ihn. Erschrocken fuhr er herum und sah eine Spacerin. Sie war schon langem als Spacerin tätig, das sah man ihr sofort an.
»Wissen sie vielleicht wo Terminal A-13 ist.« Fragte Izuku Izuku die Frau.
»Dort hinten links ist es.« Sagte sie und zeigte in die Richtung.
»Danke für die Hilfe.« Sagte Izuku und ging schnell zur Schlange vor dem Terminal.
Sie sah ihm lächelnd hinterher und winkte ihm zu.
Izuku nahm davon keine Notiz, zu aufgeregt war er. Dieses Terminal war die letzte Prüfung bevor er ein vollwertiger Spacer sein kann und zwischen den Planeten des Sonnensystems zu fliegen.
Als er an der Reihe war, war eine junge Frau am Terminal, ob sie ein Spacer war, konnte izuku nicht sagen.
»Wollen sie sich Registrieren?« Fragte sie aus Höflichkeit, denn die meisten hier wollten sich als Spacer Registrieren.
»Ich möchte mich Registrieren. Hier sind die nötigen Unterlagen?« Sagte Izuku und reichte ihr die Mappe.
Sie sah sich alles an und nickte dann.
»Das sieht gut aus, hier ist ihr Transaktionsarmband, bei Verlust bekommen sie für 5000 Spacecredits ein Ersatz über und ihr Raumfahrerausweis, bei Verlust dieses Ausweises können sie für 5000 Spacecredits einen neuen beantragen.« Sagte sie und gab ihm das armband und schenkte ihm ein warmes Lächeln.
»Viel Glück Greene.« Sagte sie und Izuku ging in Richtung der Handelshalle, einem Raum in sterilen weiss. Überall gab es Sitzgelegenheiten mit einem Computerterminal davor. Es gab auch einige Bäume, um die sich Bänke Reihen.
Izuku setzte sich vor das nächste Terminal, scannte seinen Ausweis und stöberte durch den Katalog. Ihm fiel ein Auftrag ins Auge.
"Raumfahrer mit Klasse 2 Frachter gesucht. Transport eines Hochleistungs Kondensator von Luna zum Marsmond Phobos. Honorar: 50000 Spacecredits. 10000 sofort, die restlichen 40000 nach Übergabe."
50000, für einen solchen auftrag ist das schon sehr viel Geld. Als er sah das die Yaoyorozu Cooperation der Auftraggeber war, verschwanden die Zweifel. 50000 Spacecredits waren für ein multimilliarden Konzern nicht einmal Kleingeld. Izuku klickte auf das Annehmen Fenster und eine Nachricht bestätigte das er, Izuku Midoriya mit der Magellan diesen Auftrag ausführen.
»Ich habe es wirklich getan, ich habe meinen ersten Auftrag angenommen und dazu noch ein so gut bezahlter!« Dachte Izuku aufgeregt. Er war geradezu euphorisch.
»Hast n' ganz guten Job gefunden, Greene.« Sagte eine tiefe, Mänliche Stimme, der man das Rauchen von viel zu vielen Zigaretten mit billigen Synthtabak anhören konnte.
Izuku drehte sich erschrocken um und sah einen Spacer in seinen 50er oder 60er hinter sich stehen und auf den Bildschirm blickend. Erst jetzt bemerkte Izuku die Zigarette in seinem Mund.
»Die Yao Coorpos bezahlen selten so gut, für einen einfachen Transport, dafür haben sie ihre eigenen Schiffchen.« Sagte er abfällig.
»Da haste recht Jack, die müssen es verdammt eilig haben wenn ein Spacer das übernehmen soll.« Eine Frau trat zu ihnen und Izuku erkannte sie wieder, sie hatte ihm gezeigt wo sein Anmeldeterminal war.
»Ah, du kennst Marie bereits.« Es war eine Feststellung und keine Frage.
»Hab ihm geholfen sein Term zu finden.« Sagte Marie und zuckte mit den Schultern.
»Pass auf dich auf, kleiner. Wenn dir jemand für so'n Auftrag so Creds viel zahlt, musst du vorsichtig sein.« Sagte Jack und ging davon.
»Jack ist ein alter Zyniker, doch glaub mir, der alte hat mit seinen Ratschlägen immer recht.« Sagte Marie zu Izuku.
»Werde ich ma'am.« Sagte Izuku etwas überfordert.
Marie Lachte auf. »Hier sagte niemand ma'am kleiner, du bist wirklich ein Greene, also bis irgendwann.« Sie ging und Izuku machte sich auf den Weg zum Dock, wo seine Magellan war.
