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Lost Magic

Summary:

Nach einem einschneidenden Ereignis, in dem Alec schwer verletzt wurde und Magnus hilflos dabei zusehen musste, wie die Liebe seines Lebens nur knapp mit dem Leben davonkam, kämpft Magnus zunehmend mit Schuldgefühlen und tief sitzenden Ängsten. Als auch noch eine Mordserie dass Institut in Atem hält und Missverständnisse zu weiteren Ängsten führen, gerät Magnus immer tiefer in eine Abwärtsspirale, aus der vielleicht noch nicht einmal Alec ihn wieder herausholen kann... oder vielleicht doch? (Malec, Canon)

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Chapter 1: Prolog

Chapter Text

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Lost Magic – Kapitel 1 – Prolog

 

Magnus!“

 

Erschrocken fuhr der Hexenmeister herum, als er die panische Stimme seines Freundes, viel zu weit hinter sich, vernahm. Alec sollte doch dicht hinter ihm bleiben!

Aber was hatte er auch anderes erwarten sollen? Alec war bestimmt nicht der Typ dafür, Dinge zu tun, die man ihm sagte. Zumindest nicht mehr.

 

Es hatte Zeiten gegeben, da hatten Alecs Pflichtbewusstsein und Befehle ihn und ihre Beziehung verletzt, doch diese Zeit lag nun hinter ihnen. Der junge Shadowhunter hatte gelernt, eigene Entscheidungen zu treffen, was auch gut war, doch in Momenten wie diesen, wünschte sich Magnus manchmal, Alec würde nur einmal auf ihn hören und nicht kopfüber einem Dämon entgegenrennen.

 

Der Wald war unübersichtlich und durch ein Gemisch aus Zweigen und dichtem Bodennebel, konnte Magnus seinen Freund nicht erblicken. Erneut fluchte er, während seine Aufmerksamkeit zwischen dem hektischen suchenden Blicken nach Alec und dem Abwehren eines Dämons, in zwei gerissen wurde.

 

Er hörte das leise zischen eines abgeschossenen Pfeils, der sich seinen Weg durch die Luft und den Nebel bahnte. Gefolgt von einem lauten Brüllen, was Magnus hoffen ließ, dass er den Dämon erwischt hatte und doch suchten seine Augen immer nur nach Alec, leicht von seinem eigenen Widersacher abgelenkt.

 

War da hinten ein dunkler Haarschopf gewesen und das Aufblitzen einer Seraphklinge? Magnus wollte sich gerade in jene Richtung bewegen, als von seiner rechten Seite aus, ein lautes Brüllen erklang und der Dämon, der ihn die gesamte Zeit über attackiert hatte, seine Aufmerksamkeit wieder auf sich zog.

 

Kühler Wind blies ihm durch seine Haare und ließ eine verirrte Haarsträhne kitzelnd über seine Stirn streichen, doch das bemerkte Magnus kaum, als er sich wieder der fauchenden Bestie zuwandte und sah, wie schnell sie auf ihn zustürmte.

Nur mit Mühe und in letzter Sekunde, konnte er mit seiner Magie dieses Ungetüm, wegen seiner kurzfristigen Unaufmerksamkeit, davon abhalten, ihm den Kopf abzubeißen, indem er es in eine Art Starre versetzte. Rote Blitze aus Licht drangen aus Magnus‘ rechter Hand, während er mit Hilfe seiner Magie das kreischende Wesen vor sich in Schach hielt.

Doch die Sorge um seinen Freund machte es nicht leichter, den Dämon festzuhalten. Immer wieder kämpfte dieser gegen Magnus‘ Magie an und stemmte sich mit all seiner Kraft gegen die Barriere.

 

Erneut hörte Magnus seinen Namen hinter sich, dieses Mal kam es von der anderen Seite. Bei Lilith! Wieso musste Alec auch allein den Hinweis nach dämonischen Aktivitäten nachgehen? Hätte Magnus ihn nicht gezwungen, ihn mitzunehmen, wäre der Shadowhunter jetzt vollkommen allein den drei Geschöpfen der Finsternis ausgeliefert gewesen.

 

Apropos drei, wo war eigentlich der Dritte? Panisch versuchte Magnus den dritten Dämon ausfindig zu machen. Waren etwa die beiden anderen bei Alec?

 

Erneut erfüllte ihn das Gefühl der Panik, ließ seinen Herzschlag und seine Magie ansteigen. Seine magischen Bewegungen wurden energischer. Arme spannten sich weit, um mehr Energie zu bündeln und dem Dämon mit seinen geifernden Zähnen nicht nur mit Magie festzuhalten, sondern mit Hilfe dieser einzuspannen und immer weiter zuzudrücken.

 

Das Biest brüllte unter der enger werdenden Last der Magie. Magnus konnte spüren, wie sich seine Magie immer weiter um es legte, bis mit einer energischen Handbewegung, ein lautes schmerzerfülltes Brüllen zu hören war, gefolgt von einem lauten Knacken. Dann… Stille.

 

Magnus schnaufte erschöpft, als er seine Magie wieder in sich zurückzog und der Dämon kraftlos zu Boden fiel, so als hätte man einer Marionette die Fäden durchgeschnitten, nur um sich anschließend in aufleuchtende Partikel zu verwandeln und zurück nach Edom zu verschwinden.

 

Kaum hatte der Dämon allerdings den Boden berührt, wandte sich Magnus um und rannte in die Richtung, aus der Alecs letzter Ruf gekommen war. All seine Gedanken galten nur noch seinem Freund und dass er ihn, trotz der erschwerten Sicht und der langsam hereinbrechenden Dunkelheit, fand.

 

Er konnte ein lautes und aggressives Brüllen hören, das in einem schrillen Schrei unterging, welches Magnus laut in den Ohren klingelte. Trotz des markerschütternden Schreis bremste Magnus nicht. Er bewegte sich unaufhaltsam dem Lärm entgegen und hoffte einfach nur, dass es Alec gut ginge. Er könnte es nicht ertragen, wenn ihm etwas geschehen würde!

 

Sein Herz klopfte wild in seiner Brust, als er die weit ausgebreiteten ledrigen Flügel, des Drachendämons erblickte. Er flatterte wild mit ihnen und wirbelte Dreck und Blätter auf, doch im sich lichtenden Nebel, welcher den starken Strömen, der sich bewegenden Flügel wich, konnte er eine dunkle Gestalt erkennen, die mit erhobener Seraphklinge dem Dämon furchtlos gegenüberstand. Alexander!

 

Für eine kurze Sekunde versuchte Magnus die Situation vor sich zu erfassen. Alecs geliebter Bogen lag in etwas Entfernung verlassen auf dem Boden, ein Pfeil steckte in einem Baum neben dem Dämon und an Alecs Klinge tropfte dunkelviolettes Blut hinab. Magnus vermutete, dass es von dem dritten Dämon herrührte, da er diesen nirgends sehen konnte und der vermeintlich letzte Dämon mehr als nur unverletzt aussah und immer wieder wütende schrille und ohrenbetäubende Schreie ausstieß.

 

Magnus brauchte kaum zwei Sekunden, bevor er sich wieder fasste und beeilte zu Alec zu gelangen, doch in dem Moment, als er sich ihm näherte, stürzte sich der Dämon auf ihn.

 

Alexander!“

 

Alec blickte für den Bruchteil einer Sekunde zu ihm, bevor er mit kämpferischem Ausdruck, zurück zu dem Ungeheuer sah. Seine dunkelbraunen Augen, strahlten vor Entschlossenheit, sich dem Dämon entgegenzustellen und Magnus war selten so stolz auf seinen Shadowhunter gewesen und doch konnte Magnus nicht verhindern, wie Angst durch seinen Körper strömte.

 

Um zu helfen, bündelte Magnus seine Magie, um sie dem Dämon entgegenzuschleudern, doch dieser wich nur gekonnt aus und warf Alec mit seinem Schwanz zu Boden, als dieser sich mit erhobener Seraphklinge auf ihn stürzen wollte.

 

Erneut sammelte Magnus seine Magie, manifestierte sie mit ausladenden Bewegungen zwischen seinen Händen und schleuderte sie, mit feuerroter lodernder Energie, der brüllenden Bestie entgegen, während sie sich gerade auf Alec stürzen wollte.

Es kam Magnus wie in Zeitlupe vor, als er schwer atmend seinen Energieball und die Krallen des Dämons um die Wette eifern sehen konnte. Jedes mit seinem eigenen Ziel.

 

Magnus spürte, wie sein Magen fiel und sein Herz sich schmerzhaft zusammenballte, als die schwarzen und von Schleim triefenden Krallen, das Rennen gewannen und früher ihr Zeil erreichten als der rot leuchtende Energieball, welcher in nur wenigen Bruchteilen einer Sekunde danach sein Ziel traf und den Dämon zur Seite schleuderte und gegen einen massiven Baum prallen ließ. Die verbrannte Wunde, des Dämons erzeugte ein klaffendes Loch, bis es sich weiter durch seinen Körper gefressen hatte und nichts mehr von dem widerlichen Geschöpf übrigließ.

 

Magnus blieb allerdings nicht viel Zeit diesen Anblick mit Genugtuung zu betrachten, da sein Verstand sofort auf den am Boden liegenden Shadowhunter gerichtet war und er in nur wenigen Schritten, bei Alec war und sich schlitternd neben ihm zu Boden fallen ließ.

 

Nein, nein, nein, Nein, NEIN!“

 

Erschrocken keuchte Magnus auf, als er die blutigen Fetzen von Alecs Shirt sah, die kläglich an seinem Oberkörper hingen und die sich darunter befindenden tiefen Schnittwunden von scharfen Dämonenkrallen, aus den mehr Blut sickerte, als selbst für einen Shadowhunter gut war, deutlich abzeichneten.

 

Alexander! Bleib bei mir.“

 

Panik machte sich in Magnus breit, als er keinerlei Reaktion von dem Jüngeren bekam. Allein die kaum wahrzunehmenden Bewegungen seines sich heben und senkenden Brustkorbes zeugte davon, dass Alec noch am Leben war. Doch es sah nicht gut aus und wenn Magnus nicht sofort reagierte, würde Alec nicht mehr lange durchhalten.

 

Behutsam bettete Magnus Alecs Kopf in seinen Schoß, bevor er mit zwei Fingern schnippte und danach seine Hände in fließenden Bewegungen über die blutenden Schnittwunden fahren ließ. Blaue Nebelschwaden aus Energie strömten aus seinen Handflächen, in die offenen Wunden, während er sie immer wieder über Alecs verletzten Oberkörper fahren ließ und dabei das unaufhörlich hervorsickernde Blut betrachtete.

Immer mehr Blut quoll aus den tiefen Schnitten hervor und egal wie sehr Magnus sich anstrengte, er konnte Alecs schwere Verletzungen nur langsam heilen. Viel zu langsam!

 

Er brauchte Hilfe, er konnte das nicht allein bewältigen, seine Magie reichte nicht mehr aus, um schnell genug Alecs tiefe Wunden zu behandeln, bevor der starke Blutverlust jeglichen Versuch zunichtemachen würde.

 

Panik erfüllte Magnus, während er versuchte all seine Kraft in die Heilung seines Freundes zu stecken und verzweifelt feststellte, dass er noch immer zu langsam war, während er seine Magie in sich immer weiter schwinden spürte.

Nur am Rande nahm Magnus wahr, wie Alecs Wunden seine dunkle Hose mit Blut tränkten und zum allerersten Mal in seinem Leben, fühlte Magnus sich wirklich machtlos.

 

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