Chapter Text
“Na, Schürk, ausgeschlafen?”
Adam schreckte aus seiner unbequemen Position hoch als Esther neben ihm auf den Schreibtisch klopfte. Benommen tastete er nach seinem Handy. Kurz vor 8 Uhr. Und eine Nachricht von Leo, aber der würde sich ein paar Minuten gedulden müssen. Er legte das Handy zur Seite und verzog das Gesicht, als er seinen Nacken ein wenig zur Seite dehnte, um die Verspannung loszuwerden.
“Morgen, Esther”, murmelte er. “Ist gestern spät geworden.”
“Schon bemerkt.” Sie grinste und schenkte zwei Tassen Kaffee ein. Adam nahm dankend eine davon an. “Und Leo? Ich dachte, ihr wolltet zusammen durchmachen.”
“Wollten wir auch.” Adam nahm einen beherzten Schluck. “Aber der Mistkerl ist um 4 einfach abgehauen. Meinte irgendwas von ‘zuhause noch was Wichtiges erledigen, bevor die Schicht losgeht.’” Dabei hatte Leo ihn vielsagend angelächelt und dann gezwinkert, bevor er die Bürotür hinter sich schloss, aber das musste seine Kollegin ja nicht so genau wissen.
“Aw, du Armer. Da hat er dich einfach sitzen lassen.” Esther machte einen gespielt mitleidigen Gesichtsausdruck und Adam warf ihr grinsend ein zusammengeknülltes Stück Papier hinterher. “Klappe.”
“Aber keine Sorge, er müsste jeden Moment auftauchen. Dann könnt ihr ja weitermachen.”
Während Esther begann, sich die ordentlich sortierten Dokumente von letzter Nacht anzusehen, schaltete Adam sein Handy wieder ein, um endlich Leos Nachricht zu lesen. Musste ja wichtig sein, wenn es nicht warten konnte bis Leo in ein paar Minuten sowieso auf dem Revier ankommen würde. Er klickte auf die Benachrichtigung-
Und schaltete den Bildschirm umgehend wieder aus. Oh. Schnell schaute er zu Esther, die zum Glück seitlich von ihm stand und in einen Ordner vertieft schien. Er lehnte sich in seinem Stuhl noch etwas weiter nach hinten, bevor er es wagte, das Handy wieder zu entsperren und einen genaueren Blick auf das zu werfen, was Leo ihm vor einer Stunde geschickt hatte.
Es war keine Nachricht. Es war ein Foto. Von Leos definiertem Oberkörper bis runter zu seinen kräftigen Oberschenkeln. Ein immer wieder aufregender, aber gleichzeitig gewohnter Anblick für Adam. Was ihn zitternd ein- und ausatmen ließ war eher die Tatsache, dass Leo nicht nackt war. Oder zumindest nicht komplett.
Wo Leo normalerweise eine bequeme Boxershorts trug, wurde er jetzt gerade so von einem Tanga aus dunkelgrüner Spitze bedeckt, der sich eng an seinen Körper schmiegte. Adams Blick folgte langsam der feinen Spur aus Härchen auf seinem flachen Bauch nach oben. Der Tanga war eine Sache. Der dazugehörige, halb durchsichtige Spitzen-BH war etwas völlig anderes. Er musste tief Luft holen. Der dunkelgrüne Stoff spannte sich über Leos muskulöse Brust, rahmte sie auf eine Art und Weise ein, die sie noch größer und rund geformter wirken ließ als sie ohnehin schon war. Er hatte den BH mit einer Hand etwas zur Seite gezogen, stellte seine linke, leicht gehärtete Brustwarze zur Schau. Und Adam starrte. Leckte sich unwillkürlich über die Lippen. Musste all seine Willenskraft aufbringen, um nicht hier und jetzt hart von dem Anblick zu werden.
Und als ob all das nicht schon reichte, trug Leo einen dunkelgrünen Pullover, den er sich für das Foto nach oben über seine Brust geschoben hatte. Sein Gesicht war zwar nicht zu sehen, aber allem Anschein nach hielt Leo den Stoff zwischen den Zähnen fest. Der Pullover erinnerte Adam an das dunkelgrüne Shirt, das Leo gerne trug, und das er wiederum ihn gerne tragen sah. Aber das hier war ein dickerer Stoff, schien weniger körperbetont zu sein. Adams Gedanken rasten. Das konnte eigentlich nur bedeuten, dass-
“Oh, guten Morgen! Hast Adam ja ganz schön hängen lassen. Aber ich seh schon, du hast ne Wiedergutmachung dabei.”
Adam zuckte zusammen und steckte schnell sein Handy in die Hosentasche, bevor er in Richtung Tür blickte. Da stand Leo. In genau dem grünen Pullover, den er bis eben noch auf dem Foto angestarrt hatte.
“Das hab ich.” Leo hielt eine große Tüte Hörnchen in die Luft. Als er sie auf dem Tisch vor Adam ablegte, lächelte er ihn beiläufig an. “Guten Morgen, Adam.”
“Morgen”, brachte Adam mit krächziger Stimme hervor.
Er hat es an. Er hat das verdammte Dessous an. Adams Kopf spielte diesen Gedanken auf Dauerschleife ab während er versuchte Leo, der mittlerweile ein Gespräch mit Esther begonnen hatte, unauffällig genauer zu betrachten. Er schaffte es nicht, den Umriss eines BHs auszumachen. Der Pullover tat seinen Job also gut. Er zwang sich seinen Blick von Leo abzuwenden und stattdessen auf einen der herumliegenden Papierstapel zu richten. Dieser Mistkerl. Leo wollte ihn wohl komplett in den Wahnsinn treiben. Wie sollte er sich unter diesen Umständen heute auch nur ansatzweise auf seine Arbeit konzentrieren? Wenn er ganz genau wusste was Leo für ihn unter seiner schlichten Arbeitskleidung trug?
Für ihn. Sofort schossen noch mehr Bilder in Adams Kopf. Leo ausgestreckt auf einem Bett, schwer atmend und mit knallroten Wangen, beide BH-Träger an seinen Schultern nach unten geschoben, wartet praktisch nur darauf dass Adam ihn-
Er stand auf und ging so ruhig wie möglich an Leo und Esther vorbei aus dem Büro, um sich zu sammeln. Und vor allem, um sich von seiner beginnenden Erektion abzulenken. Er lehnte sich an die Wand und öffnete ziellos eine Nachrichtenapp, las halbherzig den erstbesten langweiligen Wirtschaftsartikel. Das Pochen in seinem Schwanz wurde etwas weniger, aber er spürte es immer noch. Adam schnaubte frustriert. Leo war doch komplett verrückt geworden. So einfach würde er nicht damit davonkommen.
Einige Stunden vergingen, und Adam vertiefte sich so gut es ging in seine Aktenordner, ohne Leo dabei viel Aufmerksamkeit zu schenken. Kurz vor der Mittagspause stand er dann auf und griff im Vorbeigehen Leos Arm, bevor er sich zu ihm runterbeugte.
“Toilette. Dritter Stock. Sofort”, zischte er in sein Ohr.
Er drückte noch einmal Leos Arm und machte sich dann auf den Weg nach oben. Im dritten Stock wurde seit einigen Wochen umgebaut, weswegen sich dort nur selten Kollegen aufhielten und noch seltener welche die Toilette aufsuchten. Dort würden sie ihre Ruhe haben. Es dauerte vielleicht zwei Minuten, dann hörte er Leos Fußschritte vor der Tür. Kaum war er reingekommen, schob Adam ihn schnurstracks in die nächstgelegene Kabine und schloss ab. Er drückte Leo gegen die Wand und versperrte ihm mit beiden Armen den Weg.
“Leo…”, knurrte er in die empfindliche Stelle hinter seinem Ohr und hörte ein leises Keuchen. “Hast du auch nur die leiseste Ahnung was das mit mir macht? Hm?”
“Ich-”
Bevor Leo etwas erwidern konnte, drückte Adam ihm zwei Finger vor den Mund. “Du bist jetzt mal ganz ruhig”, flüsterte er. “Willst wohl meine Grenzen testen, hmm? Hätte ich dich vor allen anderen auf dem Tisch flachlegen sollen? Damit alle sehen, was Leo Hölzer da unter seinen Klamotten trägt?”
“N-nein…”, brachte Leo atemlos hervor. “Nur du…”
“Nur ich, hm?” Adam schmunzelte. “Wolltest du mich extra geil machen, damit ich dich später besonders hart dran nehme? Vielleicht sogar ein bisschen wütend weil ich während der scheiß Arbeit hart geworden bin wegen dir?” Er drückte sein Knie zwischen Leos Beine. “Ja oder nein?”
“Fuck- ja.”
“War ja klar.” Adam zog sein Knie wieder zurück und Leo drückte seine Hüften verzweifelt ins Leere. Er starrte in seine geweiteten Pupillen und grinste. “Ja, ist scheiße oder? Wenn man's so dringend braucht aber dann doch noch warten muss, hmm? Hast du wirklich gedacht, du kannst so ne Aktion bringen und ich lass es dir einfach durchgehen?”
“Aber wir haben noch 5 Stunden Schicht, ich kann doch nicht- und du bist doch auch- können wir nicht jetzt schnell, bitte-”, stammelte Leo kleinlaut vor sich hin. “Adam, bitte.”
“Gar nichts machen wir jetzt”, flüsterte Adam in sein Ohr. “Nicht das jedenfalls.” Er schob eine Hand unter den grünen Pullover und streichelte langsam über die feinen Härchen an Leos Bauch, spürte, wie er unter seiner Hand anfing zu zittern. “Ich schaue mir jetzt ganz genau an was später mir gehören wird. Mache mir schon mal Gedanken was ich so anstellen werde mit dir. Du bist jetzt leise und machst nichts außer da zu stehen und schön auszusehen. Möchtest doch brav für mich sein, oder?”
“J- ja.”
“Willst doch mein gutes Mädchen sein, oder, Leo?”
“Ja, oh fuck, ja-” Leo keuchte auf und biss sich auf die Unterlippe, um sein Stöhnen zu unterdrücken. Er hatte erst kürzlich herausgefunden, dass ihn das alles ziemlich anmachte, und Adam war mehr als bereit gewesen in diese Richtung mit ihm zu experimentieren.
“Dacht ich mir. Na dann, zeig mal her was du zu bieten hast.”
Adam schob mit beiden Händen Leos Pullover nach oben. “Mund auf und festhalten.” Er drückte Leo den Stoff zwischen die Lippen, der sofort willig seine Zähne darin vergrub. “Sehr gut. Ruhig bleiben sollte dir jetzt ja einfacher fallen.” Adam grinste ihn selbstgefällig an. “Und sabber den mal nicht zu sehr voll, ja? Musst ja gleich noch 5 Stunden drin aushalten.” Leo gab einen kehligen Ton von sich und nickte leicht.
Nun senkte Adam endlich seinen Blick auf Leos größtenteils freigelegten Oberkörper, und es dauerte vielleicht zwei Sekunden bis das Pochen in seinem Schwanz mit voller Wucht zurückgekehrt war. Er holte mehrmals tief Luft und starrte. Schaffte es nicht, seine Augen abzuwenden. Genau wie vorhin beim Foto. Bloß musste er diesmal nicht verstecken, welche Wirkung der Anblick auf ihn hatte, und vor allem konnte er diesmal nicht nur schauen, sondern auch anfassen.
“Hast du eigentlich ne Ahnung wie verdammt heiß du damit aussiehst?”
Im Gegensatz zu gerade eben noch sprach er jetzt ganz sanft. Für weitere Spielchen hatten sie später mehr als genug Zeit. Jetzt wollte er Leo erstmal bewundern. Er griff mit beiden Händen seine Taille und fuhr sie mit sanften Bewegungen auf und ab. Leo wimmerte und drückte sich gierig in seine Berührung.
“Du siehst so gut aus, Leo. Einfach perfekt. Hast dich richtig schön gemacht für mich.”
Seine Hände wanderten weiter nach oben, bis er mit den Daumen über den unteren, etwas festeren Teil des BHs streichen konnte. Dann schob er seine Handflächen zwischen Leos Oberkörper und Bizeps, rieb mit den Daumen über seine Brust, genau an den Stellen, wo sie seitlich nicht ganz in den BH passte. Leo wand sich unter seinen Händen und Adam fragte sich, ob die stundenlange Reibung vom eng anliegenden Stoff ihn besonders empfindlich machte.
Irgendwann konnte er nicht mehr widerstehen und legte seine Handflächen direkt auf Leos Brust. Dabei lehnte er sich näher an ihn und gab ihm einen Kuss seitlich auf den Hals.
“Mein schönes Mädchen”, flüsterte er.
Er lächelte als Leo bei dem Wort keuchend einatmete und den Kopf nach hinten an die Wand fallen ließ. Während er weiter seinen Hals abküsste, begann er seine Brust in festen, gleichmäßigen Bewegungen zu massieren.
“So groß. So schön.”
Selbst durch den Stoff konnte er spüren, wie erhitzt Leos Haut darunter war, wie sich seine Brustmuskulatur immer wieder anspannte. Und vor allem, wie seine Brustwarzen mit jedem beherzten Griff deutlicher unter der grünen Spitze zu sehen und zu spüren waren.
“Die sind ja schon ganz hart”, murmelte er in Leos Halsbeuge, der gedämpft durch den Pullover aufstöhnte, als Adam die Daumen kräftig über seine Nippel kreisen ließ. “Und so empfindlich.”
Er beugte sich nach unten und tat endlich das, woran er seit heute Morgen schon gedacht hatte. Kaum hatten sich seine Zähne sanft um den rechten Nippel geschlossen, zuckte Leo heftig zusammen und wimmerte über ihm. Adam leckte ein Mal über den Stoff und wiederholte das Ganze dann am linken Nippel. Leo wimmerte erneut, noch lauter diesmal, und stieß ziellos mit den Hüften nach vorne.
Adam hätte ewig so weitermachen können. Hätte sich hier und jetzt vor Leo hingekniet und ihm einen geblasen, bis er nicht mehr stehen konnte. Aber er fasste sich schnell wieder. Erstens waren sie immer noch auf der Arbeit, und zweitens wusste er, dass Leo es gerne mochte, wenn Adam ihn warten ließ. Also zwang er sich von Leos Oberkörper weg und stellte sich wieder gerade hin.
Leo sah absolut fertig aus. Sein Kopf war immer noch gegen die Wand gelehnt, er hatte die Augen halb geschlossen und biss fest auf den Pullover, wahrscheinlich um sich davon abzuhalten, noch lauter zu werden. Sein Brustkorb hob und senkte sich ungleichmäßig, was der BH noch offensichtlicher machte. Adam musste sich bei dem Anblick erneut daran erinnern, dass das hier weder Zeit noch Ort war, um über Leo herzufallen. Zumindest nicht noch mehr.
“Mund auf.” Leo gehorchte sofort und ließ sich von Adam den Stoff zwischen den Zähnen herausziehen. Adam schmunzelte, als er den großen, feuchten Fleck sah. “War ja klar, dass du sabberst. Schlampe.”
Leos Augen flatterten und wurden glasig, als Adam das Wort ausgesprochen hatte. Und sofort war Adam unsicher, ob er damit gerade doch zu weit gegangen war. Er hatte Leo in diesen Situationen schon ein paar Mal so genannt und wusste, wie sehr er das mochte, aber irgendwie sah er jetzt besonders verletzlich aus.
“Alles ok? War das zu viel?“, fragte er vorsichtig.
Leo blinzelte ein paar Mal und schüttelte den Kopf. Adam sah ihn eindringlich an, aber Leo schüttelte erneut den Kopf. “Okay.” Er wusste, dass Leo sehr gut kommunizieren konnte ob ihm etwas gefiel oder nicht, aber er fragte trotzdem lieber ein Mal zu viel nach.
“Hätte mich auch gewundert.” Er ließ seine Stimme wieder härter klingen und richtete seinen Blick nach unten, auf die sehr deutliche Beule in Leos schwarzer Jeans. “Aw nein, armer Leo. Bist ja ganz hart. Angenehm, oder? Wenn man das Pochen so richtig doll spürt und die Reibung einen total fertig macht? Hm?”
Der gespielt mitleidige Tonfall ließ Leo kläglich aufstöhnen, und Adam glaube ein Zucken durch den engen Stoff zu sehen.
“Adam, bitte… oh fuck- bitte-”
“Nein. Jetzt weißt du wie ich mich vorhin wegen dir gefühlt habe.”
Er klopfte Leo ermutigend auf die Schulter und lächelte. “Naja, das geht schon wieder weg. Bleib einfach noch ein bisschen hier, ja? Und komm ja nicht auf die Idee, dich anzufassen. Wir sehen uns in der Kantine.” Er öffnete die Tür und ließ den immer noch keuchenden Leo auf zittrigen Beinen in der Kabine zurück.
“Bis dann! Ach ja, und Leo…” Er sprach weiter, ohne sich zu ihm umzudrehen. “Du kannst dich freuen. Ich hab so einige Ideen für später.”
Er hörte, wie Leo bei den Worten leise aufstöhnte, und ging lächelnd an den anderen Kabinen vorbei. Kaum hatte er den Vorraum erreicht, stützte er sich auf einem Waschbecken ab und atmete mehrmals tief durch, bevor er auf seine eigene Erektion starrte. Er musste grinsen. Sie waren doch beide vollkommen verrückt. Und sie hatten es beide genau gleich nötig, aber Leo mochte es eben noch mehr darauf hingewiesen zu werden. Im Endeffekt hatten sie jetzt aber beide das gleiche Problem. Er wusch sich das Gesicht mit kaltem Wasser und öffnete wieder die Wirtschaftssektion in seiner Nachrichtenapp. Das hatte ihm heute ja schon ein Mal geholfen.
