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Sommerregen

Summary:

Bereits als Jugendlicher hat Leo gemerkt, dass sein Herz automatisch schneller schlug, wenn er Adam mit nassen Haaren gesehen hat.

Notes:

Die Idee kam mir spontan gestern in den Sinn, als es geregnet hat bei mir und ich den Regen in vollen Zügen genossen hab. Die Hitze ist ätzend.

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Aus irgendeinem Grund schien die Corgi Hündin Daisy den Regen zu mögen. Draußen regnete es wie aus Eimern und Daisy bellte die Terrassentür an. Sie wartete darauf, dass Adam oder Leo ihr die Tür öffnen würden, damit sie im Garten umher laufen konnte. 

Sie bellte noch einige Male, bis es schließlich Leo war, der zu der Fellnase kam. Er kniete sich zu ihr herunter und streichelte ihr über den Kopf. 

Daisy musterte Leo mit großen Augen und bellte erneut. Leo musste lächeln. 

»Na? Willst du wirklich da raus?«, fragte er die Hündin. 

Daisy bellte wieder und Leo war sich sicher, dass das “ja” bedeuten sollte. 

»Gibt’s da draußen etwas Spannendes oder warum bellt sie so?«, kam es von Adam, der sich den beiden näherte. Er stellte sich neben den Brünetten und dieser erhob sich. Adam legte seinen Arm um Leo’s Taille und dieser beobachtete den Regen. 

»Ich glaube, Daisy will im Regen spielen«, meinte Leo dann. 

Adam konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Er sah hinunter zur Hündin, die mit ihrem Schwanz wedelte. 

»Kann ich verstehen«, antwortete Adam ihm. »Die Hitze ist katastrophal im Moment.« 

Leo lächelte und sah ihn an. »Also lassen wir sie da raus?« 

»Lassen wir Daisy in den Regen. Sie verdient es durch den Regen zu rennen.« 

Leo nickte, dann öffnete er die Terrassentür. Sobald die Tür offen war, flitzte die Corgi Hündin hinaus in den Garten. Sie bellte aufgeregt und grinsend sahen Adam und Leo zu, wie ihre Vierbeinerin durch den Regen tollte. Sie schien wirklich einen riesen Spaß daran zu haben. 

Nach zwei Minuten bekam Adam die Lust, ebenfalls da rauszugehen. Die Hitze in letzter Zeit war schrecklich und er war gerade ehrlich froh, dass es regnete. 

»Jetzt will ich auch da raus.«, sagte er dann zu Leo. 

Leo schmunzelte und sah seinen Ehemann an. Er konnte immer noch nicht glauben, dass Adam nun ein Hölzer war. Dass sie verheiratet waren. Es war das beste Gefühl überhaupt. 

»Ich hol unsere Schuhe.«, antwortete Leo ihm. Er küsste Adams Lippen und spürte, dass dieser lächelte. Als sich Adam von ihm löste, ging Leo schließlich in den Hausflur, holte Adams und seine Schuhe, dann ging er zurück ins Wohnzimmer. 

Sie zogen sich ihre Schuhe an, musterten sich kurz, dann sahen sie nach Draußen. Noch immer tollte Daisy durch die kleinen Pfützen auf der Wiese. 

Leo griff nach Adams Hand und der Blonde verschränkte ihre Finger ineinander. 

»Bereit, nass zu werden?« 

Adam nickte. »Bin bereit.« 

Und dann traten die beiden hinaus in den Garten. 

Der Regen prasselte auf sie hinunter und Adam musste die Augen zusammenkneifen, als die vielen Regentropfen gegen seine Augen tropften. 

Wirklich bereuen tat er es nicht. Im Gegenteil - der Wind und der Sommerregen waren eine schöne Abkühlung. 

Als Adam sich traute, die Augen wieder zu öffnen, sah er Leo an. Als er sah, wie nass Leo schon überall war, musste er leise lachen. 

Leo grinste glücklich und fuhr sich mit der Hand durch seine brünetten Haare. Ihre T-Shirts und Hosen waren schon ganz nass, aber das war beiden eigentlich ziemlich egal. 

Lächelnd musterten sich die beiden. Je länger Leo ihn so musterte, umso mehr wollte er Adam küssen. Er sah wirklich bezaubernd aus mit nassen Haaren. Bereits als Jugendlicher hat Leo gemerkt, dass sein Herz automatisch schneller schlug, wenn er Adam mit nassen Haaren gesehen hat. Es war oft vorgekommen, dass sie bei Regen nach Hause laufen mussten. Schon damals bekam er oft diesen Wunsch, Adam küssen zu dürfen, aber natürlich war’s nie passiert. 

Aber das könnte er jetzt ändern. 

Ohne weiter nachzudenken, legte Leo seine Arme fest um Adams Schultern, zog ihn näher zu sich und küsste ihn. Er konnte spüren, dass Adam etwas überrascht war, woher das kam, aber das war Adam ehrlich gesagt egal und so begann er schließlich damit den Kuss zu erwidern. Er zog den Brünetten noch näher zu sich, sodass Leo sich auf Zehenspitzen stellen musste, aber das machte ihm nichts aus. Er liebte den Fakt, dass Adam inzwischen ein bisschen größer war als er. Leo lächelte in ihren Kuss hinein und Adam fuhr mit seinen Fingern sanft durch seine brünetten Haare. 

Sie küssten sich so lange, bis sie beinah keine Luft mehr hatten. Als sie sich voneinander lösten, lehnte sich Adam mit seiner Stirn und Nase gegen die seines Ehemannes. Sein Herz flatterte glücklich in seiner Brust, als er daran dachte, dass er tatsächlich seit einer ganzen Weile nicht mehr Schürk, sondern ein Hölzer war. Er musste immer noch ständig grinsen, wenn seine Kolleg:innen im Präsidium nach den beiden Hölzers riefen. Leo erging es nicht anders. 

Genau wie jedes andere Mal schlich sich ein glückliches Lächeln auf seine Lippen. 

»Du lächelst«, murmelte Leo mit geschlossenen Augen. Mit seiner rechten Hand ging er langsam durch die blonden Haare seines Lieblingsmenschen. Er hatte irgendwie inzwischen ein Gespür dafür entwickelt und wusste, wenn Adam lächelte. 

Sie öffneten zeitgleich die Augen. Adam lächelte immer noch. 

»Weil ich glücklich bin«, murmelte Adam simpel. Er rieb mit seiner Nase gegen die von Leo. 

Leo kicherte verliebt. Er drückte Adam einen Kuss auf die Wange. »Ich auch«, antwortete er ehrlich. 

Der Brünette schmiegte sich an Adams Brust. Adam legte seine Arme ganz fest um ihn und mit dem Kinn stützte er sich auf Leo’s Kopf. Lächelnd sah das Ehepaar zu, wie ihre Fellnase über die nasse Sommerwiese hüpfte. Daisy bellte wieder und sie wedelte mit ihrem Schwänzchen. 

Es regnete immer noch, aber das störte weder Leo noch Adam. Es war auch gar nicht kalt, weil der Wind angenehm warm war. 

»Kann ich dir was erzählen?«, kam es einer Weile von Leo. 

»Ja. Was?« 

Leo hob den Kopf und sah Adam an. Auf Leo’s Lippen schlich sich ein Lächeln. »Weißt du noch, wie wir damals immer nach der Schule durch den Regen gelaufen sind?« 

»Wie könnte ich das vergessen?«, murmelte Adam mit einem Grinsen. »Es war teilweise wirklich arschkalt.« 

Der Brünette kicherte leise. »Ja, stimmt«, sagte er. »Immer, wenn deine Haare ganz nass waren, wollte ich dich küssen.« 

Erneut musste Adam grinsen. Er legte seine Arme wieder um Leo’s Taille und zog ihn zu sich. 

»Nun … jetzt kannst du es. Jederzeit«, murmelte Adam leise. Er legte seine Lippen auf die von Leo. Leo kicherte leise in ihren Kuss hinein und schlang seine Arme ganz fest um Adam. 

 

Sie küssten sich so lange, bis der Regen langsam etwas weniger wurde. Die Sonne kam zwischen den Regenwolken hervor. Das Sonnenlicht traf auf die vielen Regentropfen und so bildete sich schließlich in wenigen Sekunden ein hübscher Regenbogen am Himmel. 

Als das Ehepaar sich voneinander löste, sahen sie hoch zum Himmel. Sie mussten beide lächeln, als sie den Regenbogen erblickten. 

»Es hat sich wohl gelohnt, in den Regen zu gehen«, dachte Leo nach. 

Adam lächelte zufrieden. Er fühlte nichts als Glück in sich. In der Tat war er so glücklich wie schon lange nicht mehr. Seit Leo und er verheiratet waren, waren sie beide viel glücklicher. Sie wirkten noch viel verliebter als vorher. 

Es gab definitiv keinen Ort auf der Welt, an dem Adam lieber wäre. Hier bei Leo und Daisy in ihrem kleinen Haus fühlte sich Adam richtig angekommen und wunschlos glücklich. 

Notes:

Vielleicht wird das 'ne kleine aber feine Reihe, mal schauen ob mein Gehirn noch so einiges fabrizieren kann.

 

Denkt dran euch einzucremen und trinkt viel bei der Wärme <3

Wir lesen uns alle hoffentlich beim nächsten Mal x

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