Chapter Text
Finn stand inmitten des geschäftigen Marktplatzes im Niima-Außenposten. Es war warm und trocken, heiß wie ein Backofen. Der wirbelnde Sand von den Straßen blieb ihm im Hals stecken. Jedes Mal, wenn er den Mund öffnete, um zu sprechen. Die staubigen Straßen um ihn herum waren voller Händler. Diese verkauften alles Mögliche aus kleinen Ständen, von Trockenfrüchten über Ration Pakete bis hin zu Motorölen. Die Kunden drängten sich um Verkaufsstände wie Tiere an einer Wasserstelle. Eine Mischung aus Einheimischen, Wanderarbeitern, Plünderern und Offworld-Schmugglern, die alle zu beschäftigt waren, um den Padawan zu bemerken.
Kurz nach neun an diesem Morgen und die Hitze ist bereits unerbittlich.
Jakku machte seinem Ruf alle Ehre. Ein armes Höllenloch mit einer kleinen Bevölkerung unter einer brennenden Sonne. Viele waren bettelarm und lebten von Tag zu Tag. Sie plünderten die alten Metallskelette der abgestürzten Sternenzerstörer und machten dabei keinen Unterschied, ob vom galaktischen Imperium oder von der Rebellion. Sie nahmen alles was Sie kriegen konnten.
Finn konnte den neuen Konzessionsstand am Rande des Außenpostens sehen. Die neuen Besitzer hatten ihn genau an derselben Stelle, an dem der alte zerstört wurde, wieder aufgebaut. Ein paar Meter entfernt lag die Wüste, in der die deformierten, unbrauchbaren Teile des alten Standes einfach entsorgt wurden. Die neuen Besitzer hatten sich nicht die Mühe gemacht den Schutt zu entfernen.
Vor zwei Jahren gab es ein Massaker am Niima-Außenposten. Ziel des Angriffs war Unkar Plutt, ein lokaler Schrotthändler. Plutt der kaltblütige Crolute, wurde zusammen mit seinen Männern getötet. Mehrere unabhängige Plünderer, Milizen, lokale Zivilisten und unglückliche Unbeteiligte fielen ebenfalls dem gnadenlosen Täter zum Opfer.
Ein Augenzeuge berichtete, dass der Täter sei eine einzelne verhüllte Gestalt gewesen war und diese sich dem schwer gepanzerten Stand des Schrott-Bosses aus der Wüste genähert hatte. Der Fremde hatte das Gebäude in Brand gesetzt und jeden in Sichtweite getötet.
Finn schloss die Augen, atmete tief durch und beruhigte seinen Geist, um sich mit der Macht zu verbinden.
Während er im Echo der Vergangenheit durch die Macht suchte. Konnte er eine Mischung aus verschiedenen Emotionen wahrnehmen: Verzweiflung, Trauer und Wut, aber in erster Linie extreme Angst. Die Gefühle all der unschuldigen Menschen, die während des Angriffs getötet wurden, waren direkt greifbar.
Unwillkürlich schauderte Finn trotz der Hitze. Das Massaker war wahrhaftig ein schreckliches Blutbad gewesen. Während er nichts tun konnte, um den Tod der Opfer zu verhindern, konnte er zumindest versuchen, Gerechtigkeit zu bringen.
„Ich werde mein Bestes tun“, schwor Finn leise, als er über die Wüste hinaus blickt. „Für euch alle!“.
„Hey! "Du bist Finn der Jedi, richtig?", ertönte eine Stimme hinter ihm.
Finn drehte sich um und sah einen jungen Mann mit blondem Haar gekleidet in ein unpassendes Outfit aus beigem Leinenlappen, Lederfetzen und robuster Kleidung.
„Ich bin Sam, dein Fremdenführer!“, sagte der Mann mit einem höflichen Lächeln. „Hsu von der Kirche der Macht hat mich kontaktiert und meinte, dass Du Hilfe gebrauchen könntest.
„Ja, ich bin Finn und kann wirklich ein wenig Hilfe gut gebrauchen.“ antwortete Finn mit einem Nicken. „Du kannst mich nach Cratertown bringen?“.
„Ja“, antwortete Sam und deutete stolz auf seinen schrottreifen grünen Speeder mit vier Sitzen. „Spring einfach rein und wir fahren los! Wir sollten uns beeilen. "Ich habe gehört, dass ein großer Sandsturm im Anmarsch ist“.
Finn warf seinen Rucksack auf den Rücksitz bevor er in den verbeulten Speeder stieg. Auf dem Armaturenbrett entdeckte er eine kleine Wackelkopf Figur, welche verdächtig wie Meister Lukes berühmter Schwager aussah.
„Han Solo?“, fragte Finn mit einem Nicken zur Figur.
„Ja, habe ich selbst gemacht.“ sagte Sam mit einem stolzen Grinsen. Während er sich auf den Fahrersitz setzte und die Figur anstoß, so dass ihr Kopf los wackelte. „Ich bin ein großer Fan.
„Verstehe. "Ich habe gehört, dass er hier ziemlich beliebt ist“, lachte Finn.
„Kannst Gift drauf nehmen! "Er ist eine Legende unter den Schmugglern.“
Dann drückte Sam das Gaspedal durch und der Speeder setzte sich sogleich mit einem Brüllen in Bewegung. Er war überraschend schnell und Finn musste sich anschnallen, um nicht herumgeschleudert zu werden.
Sam fuhr auf dem Rückweg noch schneller, wobei die kleine Wackelkopf-Figur heftig auf dem Armaturenbrett wackelte, nein, mehr headbange. Als er mit atemberaubender Geschwindigkeit zwischen Sanddünen und Wrackteilen hindurch raste, war es fast so schlimm wie damals, als Finn mit seinem Freund Poe durch den Shosho-Gürtel geflogen war.
Obwohl Finn viele Fähigkeiten hatte. Gab es zwei Dinge bei denen er nie viel Glück hatte: erstens: das Fliegen. Er hatte das Fliegen nie wirklich gelernt, trotz unzähliger Stunden in verschiedenen Flugsimulatoren. Er konnte gerade so einen Frachter von Punkt A nach Punkt B durch eine Hyperraum-Route fliegen – mit der Hilfe eines guten Navidroiden – aber das war auch schon alles.
Zweitens: das Fechten. Er trainierte und trainierte aber seine Fähigkeiten verbesserten sich hoffnungslos langsam obwohl er Stärke und überdurchschnittliches Wissens um die Macht besaß. Ehrlich gesagt dachte er, dass seine bescheidenen Fechtkünste der einzige Grund waren warum Voe ihm nicht erlaubte die Prüfungen abzulegen und endlich selbst ein Jedi Ritter zu werden.
„Schau mal“, sagte Sam plötzlich und zeigte auf einen eingestürzten AT-AT, der im Sand vor Ihnen lag. „Vor vielen Jahren lebte dort ein kleines Waisenmädchen! Diese arbeitete für den Schrotthändler "Plutt".
„Das ist schrecklich“, antwortete Finn. Gleichzeitig blickte er auf den umgestürzten Läufer. Dies schien kaum ein angemessener Ort für ein Kind zu sein. „Wo ist sie jetzt?“.
Der Fahrer zuckte nur mit den Schultern.
„Jetzt? Wahrscheinlich tot. Eines Tages war sie einfach verschwunden. Sie ist vermutlich gestorben, als sie versuchte, seltene Metalle aus einem der Triebwerke eines Zerstörers zu holen. Da unten gibt es noch viele stromführende Kabel...“.
Erschöpft lehnte sich Finn auf den Beifahrersitz zurück. Er fühlte sich miserabel. Allein schon bei dem Gedanken an das kleine Mädchen und die anderen Kinder, die er früher am Tag beim Plündern gesehen hatte. Die Galaxis hatte definitiv ein großes Problem mit Ungleichheit, dachte Finn betrübt. Während einige Menschen in den unfruchtbaren Ödlanden von Jakku hungerten, kauften andere nutzlose Andenken für lächerliche große Summen.
Er hatte für heute genug von Hoffnungslosigkeit und Elend gesehen.
Als Sam den jungen Jedi vor dem Gasthaus abgesetzt hatte, war es fast vollständig dunkel und der Wind hatte seit seinem Start in Cratertown deutlich an Stärke zugenommen.
Die kleine Kantine des Gasthauses war alt und rustikal und dekoriert mit Möbeln und Materialien aus den Wracks der Wüste. Wände und Boden bestanden aus zugeschnittenem Sandstein. Der Boden war mit alten Teppichen bedeckt, die so abgenutzt waren, dass jeder die wenigen Fäden zählen konnte, die diese noch zusammenhielten. Die Kantine wurde von sanften, gelben Lichtern an der Decke illuminiert. Schwere, rote Vorhänge aus wiederverwendeten imperialen Bannern hingen von der Decke. Sie war fast leer. Abgesehen von einem Iktotchi und einem Quarren, die an der Theke saßen und murmelnd miteinander sprachen, als Finn an ihnen vorbeiging.
Seine Mentorin Voe wartete in einer Nische auf ihn. Sie war in Gedanken versunken und las einen Bericht auf dem Pad. Auf dem kleinen Tisch vor Ihr stand ein Metalltablett mit einer unberührten Glaskanne, Rotbuschtee sowie zwei kleinen Tassen.
„Wie ist es gelaufen?“ fragte Sie, ohne von den Berichten aufzublicken.
Finn seufzte, während er sich schwerfällig auf den robusten Sitz fallen ließ. „Mein Fremdenführer war sehr gesprächig. Nach zwei Stunden kannte ich seine komplette Lebensgeschichte. Er konnte mir leider nichts sagen, was wir nicht schon über das Massaker wussten.
Voe sah auf und schenkte Ihm einen wissenden Blick. „Verstehe”.
„Und bei dir?“.
Während Finn den Tag damit verbracht hatte, durch die Wüste zu reisen hatte Voe Lor San Tekka und die wenigen Mitglieder die Kirche der Macht ein kleines Dorf namens Tuanul am Rande der Kelvin-Schlucht besucht.
Die Mitglieder der Kirche lebten ein einfaches Leben. Sie lehnten moderne Technologie ab, suchten ein Leben im Einklang mit der Natur und der Macht. Sie lebten in Lehmhütten und führten ein Sammler-Bauernleben. Sie bauten Maniok und weiße Yamswurzeln an.
„Einige von ihnen sind ein wenig feinfühlig und konnten die Kräfte der spüren“, erklärte Voe. „Sie sagten, dass ein Gefühl plötzlich aufkam, "dass etwas nicht stimmt". Ein Junge beschrieb, als hätte "eine kalte Hand" sein Herz gepackt. Abgesehen davon wussten Sie nichts. San Tekka selbst besuchte den Außenposten Niima zwei Tage nach dem Angriff. Zu diesem Zeitpunkt waren die Leichen bereits entfernt worden und die Einheimischen hatten bereits begonnen, "die zerstörten Gebäude wieder aufzubauen".
Finn nickte.
Er hatte gehofft, dass seine Mentorin mit nützlichen Informationen zurückkehren würde. So wie es schien, hatten sie beide kein Glück gehabt.
„Ich frage mich, was Skywalker noch von uns erwartet. Was gibt es hier noch zu entdecken?“, seufzte er. „Ich habe heute mit mindestens zwanzig verschiedenen Leuten gesprochen. Überdies jedoch habe ich nichts Neues herausgefunden.
„Er hat uns hierher geschickt um festzustellen ob der Täter eine Bedrohung für den Neuen Jedi-Orden darstellen könnte“, erinnerte ihn Voe. „Es könnte ein Anhänger der Dunklen Seite sein".
„Nach dem, was ich auf Jakku gesehen habe. Sind die Einheimischen sowie die Wachen der Hutt-Clans schlecht ausgerüstet. Die meisten Ihrer Waffen sind über zwanzig Jahre alt. Ein gut ausgerüsteter Kopfgeldjäger hätte Niima Outpost mit einem Flammenwerfer wahrscheinlich denselben Schaden anrichten können wie unser Täter“, argumentierte Finn.
„Da hast du nicht Unrecht”.
„Aber...?“.
„Unsere Mission ist es, Informationen zu sammeln“, wiederholte Voe.
„Ich weiß“, nickte Finn. „Es fühlt sich nur an... als ob wir versagt hätten, wenn wir mit nichts anderem als dem hier zurückkehren würden.
„Meister Skywalker erwartet keine Wunder von uns“, sagte Voe, während Sie sich eine Tasse des holzig duftenden Tees in ihr Glas goss. „Wir tun unser Bestes. Das war’s. "Wenn wir hier nichts finden, ist es so!".
Am nächsten Tag hatte der Sandsturm seine volle Stärke erreicht. Er tobte durch die Wüste und hüllte den Außenposten komplett ein. Ihnen blieb keine andere Wahl als drinnen zu bleiben.
„Nun. "Wir können genauso gut mit der Schreibarbeit beginnen“, sagte Voe, während sie ihr Diktiergerät aufnahm.
Finn ließ sich auf das untere Etagenbett fallen.
„Tag fünf am Niima-Außenposten, Jakku. Hier spricht Jedi-Ritterin Voe. Mein Padawan Finn und Ich wurden auf eine Mission geschickt um Spuren eines möglichen Machtnutzers der Dunklen Seite zu finden. Welcher für das Massaker am Niima-Außenposten vor zwei Jahren verantwortlich sein soll. Wir wissen dass der Täter am Abend aus der Wüste kam, den Besitzer des Konzessionsstandes angegriffen hatte und alles niederbrannte. Nachdem der Stand niedergebrannt und der Besitzer tot war bahnte er sich einen Weg zum Zentrum des Außenpostens und ließ alles auf seinem Weg in Flammen aufgehen“.
Finn rutschte auf dem unbequemen Bett herum und versuchte seiner Mentorin zuzuhören. Während ihnen die Mission übertragen wurde, war er aufgeregt und angespannt. Er wollte sehen, ob es Ihnen tatsächlich gelang, einen Machtnutzer der Dunklen Seite aufzuspüren. Von den anderen Jedi-Rittern hatte Finn Geschichten über die Ritter von Ren gehört. Eine gnadenlose Gruppe von Plünderern, welche die Dunkle Seite der Macht zu nutzen vermochte. Meister Skywalker hatte alle sechs von Ihnen auf dem Planeten Elphrona im Alleingang und ohne große Mühe erledigt.
Die Ritter waren stark gewesen. Jedoch hatten Sie nicht viel Stärke in Ihren Macht Fähigkeiten und waren hoffnungslos unterlegen im Kampf mit dem legendären Jedi-Meister. Dennoch konnte Finn nicht anders. Er fragte sich, ob sie eines Tages auf einen Machtnutzer der Dunklen Seite treffen würden, der tatsächlich eine Bedrohung für den Neuen Jedi-Orden darstellen könnte. „Die Macht strebt immer nach Gleichgewicht!“, sagte Meister Skywalker.
Wenn das so war, so bedeutete das nicht, dass die Dunkle Seite irgendwann einen Krieger hervorbringen würde, der stark genug war, dem Licht zu trotzen?
„Wir haben nur zwei Augenzeugen gefunden, die den Angriff überlebt hatten“, fuhr Voe fort und spielte unbewusst mit dem Ende eines ihrer langen Zöpfe. „Beide versicherten, dass Sie eine einzelne Gestalt in schwarz gesehen haben. Der Täter war bewaffnet mit…, und ich zitiere "einem leuchtenden, roten Speer", so der erste Zeuge.
„Ich denke nicht, dass es ein Sith war“, kommentierte Finn. „Wer immer er oder sie auch war, dieser Speer muss ein Lichtschwert gewesen sein.
Voe zuckte mit den Schultern. „Könnte sein”.
Trotz der fehlenden körperlichen Aktivität am Tag schlief Finn sofort ein als die Nacht hereinbrach. Eingelullt von den Geräuschen des nachlassenden Sandsturms schlief er wie ein Stein die ganze Nacht durch und wachte erst auf, als eine Stimme am Morgen seinen Namen rief.
„Finn! "Zeit aufzustehen!".
Als Finn sich den Schlaf aus den Augen rieb, sah er, dass Voe bereits angezogen war. Ihre Sachen waren gepackt und ihre Schlafmatte war zusammengerollt an ihrem Rucksack befestigt.
Voe stand vor dem zerkratzten Spiegel im winzigen Badezimmer, flechtete ihr silbernes Haar zu mehreren Reihen dreadlocks.
„Was ist los?“.
„Ich habe mit Meister Luke gesprochen“, antwortete Sie die Augen noch immer auf den Spiegel gerichtet während sie begann an einer neuen Partie ihres Haares zu arbeiten.
Finn stöhnte enttäuscht: „Eine Übertragung von Meister Luke? Warum hast du mich nicht geweckt?“
„Entspann dich!“ Voe schenkte ihrem Padawan ein leichtes, entschuldigendes Lächeln. „Ich habe gute Nachrichten. Unsere Mission hier ist abgeschlossen.“
„Schon?“ stirnrunzelnd antwortend. „Was hat er gesagt?“.
„Es gab einen Zwischenfall auf Kef Bir dem verbotenen Mond des Schutz Heiligtums. Anscheinend ist eine der Wächterinnen leicht machtsensitiv und sagte, Sie habe “etwas“ gespürt. Eine Störung in der Macht. Es könnte unser gesuchter Mörder sein.“ Antwortete Voe.
Die Begeisterung in ihrer Stimme war fast greifbar und Finn erinnerte sich daran, dass Voe immer als eine der ehrgeizigsten unter den neuen Jedi-Rittern galt.
„Großartig!“ Finn sprang aus dem Bett und richtete seine Tunika. „Wann brechen wir nach Kef Bir auf?“.
„Du und ich kehren nach Coruscant zurück“, sagte Voe mit einem missmutigen Gesichtsausdruck. „Meister Luke hat Solo bereits ins Endor-System geschickt.“
„Solo? "Ben Solo?“ Finn runzelte die Stirn. „Warum?“.
Voe schnaubte leise, während sie ihre letzten Haarsträhnen vollendete. Sie trat aus dem Badezimmer, setzte sich auf den Stuhl vor dem kleinen Schreibtisch in der Mitte des Raumes.
„Meister Luke sagte, dass Solo inzwischen im Mayagil-Sektor sein sollte“, erklärte Voe mit einem Nicken in Richtung des Chronometers auf dem Schreibtisch. „Es ist nahe der Sanctuary Pipeline. "Sie benutzen diese, um schneller in den Modell-Sektor zu gelangen als wir.“
„Huh?“ Finn blickte seine Mentorin mit einem verwirrten Blick an. „Aber ist er nicht… immer noch, du weißt schon, verrückt?“
Voe verzog leicht das Gesicht und sah den jüngeren Jedi müde an.
Ben Solo war einst der meist geschätzte Schüler im wiederbelebten Jedi-Orden. Er übertraf stets alle seine Mitschüler, egal in welchem Fach. In der Vergangenheit hatten Voe und er immer konkurriert. Doch es spielte keine Rolle, wie hart Voe kämpfte oder wie viel sie trainierte – sie konnte ihn nie besiegen.
Aber, wie es so schön gesagt wird: Je höher der Flug, desto tiefer der Fall.
Für Ben Solo hatte sich dies sicher bewahrheitet.
Er war von einem außergewöhnlichen jungen Jedi innerhalb eines Tages zu einem schweren Fall psychischer Krankheit geworden. Nach jenem grausamen Tag auf Ossus. An dem Ben Solo Luke Skywalker angriff und seine Schwester ihn daran hindern konnte zu entkommen. Nur der Schöpfer weiß wie sie es geschafft haben, ihn in die psychiatrische Klinik auf Polis Massa zu bringen. Danach dauerte es fast ein Jahr, bis er wiederkam.
Ben war für vier Monate außer Gefecht bis zu dem Tag an dem er einen Rückfall erlitt. Da mussten Sie ihn für weitere sechs Monate zurück schicken. Das nächste Mal hielt er fast ein Jahr durch. Bis zu dem Zeitpunkt an dem er so instabil wurde und Meister Luke beschloss das es wieder Zeit wurde für Therapie. So brachten Sie Ben Solo zum dritten Mal zur Schutz Betreuung.
„Er kämpft immer noch mit psychischen Problemen, wenn du das meinst”.
„Ja. "Wurde er nicht zum Dienstkorps geschickt?".
„Er sollte, glaube ich“, antwortete Voe. „Die Wiederbelebung des Dienstkorps wurde aber wieder um ein weiteres Jahr verschoben. "Zumindest sagte Hennix das.”
Hennix war ein großer und männlicher Quarren. Eine Spezies die Finn an einen Humanoiden mit dem Gesicht eines Oktopus erinnerte. Zusammen mit Tai, einem weiteren menschlichen Ritter war er Voes bester Freund im Jedi-Orden. Das Trio war ursprünglich mit Solo befreundet gewesen aber nach dem Vorfall auf Ossus bei dem einer von Solos Ausbrüchen dazu führte das Hennix von einem scharfen Holzstück aufgespießt wurde. Hielten die drei Freunde zu Meister Skywalker Neffen Abstand.
„Wie auch immer, lass uns hier nicht länger verweilen“, sagte Voe und erhob sich vom Stuhl. „Pack deine Sachen! Ich mache die Verity "startklar".
Verity war ihr Schiff und ein Prototyp eines T-Wing-Modells, das nie in Serienproduktion ging. Es war ungenauer zu steuern und mit schlechteren aerodynamischen Eigenschaften als ein regulärer T-Wing-Abfangjäger. Auf der anderen Seite hatte es eine größere Treibstoffkapazität und konnte für Langstreckenreisen genutzt werden.
„Verstanden“, antwortete er mit einem Nicken, bereit loszulegen.
Es erleichterte Finn zu hören, dass Sie endlich abreisen würden. Von all den verschiedenen Systemen, die er besucht hatte, war Jakku definitiv einer seiner am wenigsten bevorzugten Planeten.
